First 100 Days

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First 100 Days · Modul 1 · Kapitel 1
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Modul 1 · Kapitel 1 · Seite 1.1 a

Führung beginnt nicht im Organigramm – sondern in dir.

Nicht dein Titel macht dich zur Führungskraft. Sondern deine Haltung, dein Verhalten und die Art, wie du mit dir und anderen umgehst.

Einheit starten → ≈ 6 Min. lesen · 1 Übung · Selbstcheck · Teil 1 von 2
Zum Einstieg

Stell dir vor, dein Team beschreibt dich nach deinen ersten Wochen in einem einzigen Satz. Was möchtest du, dass darin steht – und was würde heute wahrscheinlich wirklich darin stehen?

Genau zwischen diesen beiden Sätzen liegt diese Einheit.

Was du danach kannst

Deine Lernziele

Nach dieser Einheit kannst du:

Kernidee & Hintergrund

Führung von innen nach außen

Führung startet nicht mit deiner Position im Organigramm – sie beginnt mit einer inneren Entscheidung: Verantwortung zu übernehmen. Du bist der Startpunkt für Kultur, Klarheit und Vertrauen in deinem Team.

Innere Haltung Selbstbild Verantwortung übernehmen Du bist der Anfang Führung von innen nach außen
Was heißt eigentlich „Haltung“?

Definition: Die innere Haltung beschreibt die grundlegende Einstellung und Denkweise, die du in verschiedenen Situationen zeigst.

Bedeutung: Sie beeinflusst, wie du auf Herausforderungen reagierst, wie du mit Menschen umgehst und wie du Entscheidungen triffst.

Entwicklung: Eine klare, positive Haltung entsteht nicht zufällig – du entwickelst sie durch Selbstreflexion und Achtsamkeit.

Hintergrundwissen kompakt

In der systemischen Führung gilt: „Führung ist immer auch Selbstführung.“ Menschen orientieren sich intuitiv an deiner Ausstrahlung – nicht an deiner Jobbeschreibung. Gerade in den ersten 100 Tagen bildet sich dein Führungsnarrativ: das innere und äußere Bild, das andere von dir haben. Dieses Bild entsteht nicht durch Anweisungen, sondern durch Verlässlichkeit, Klarheit und persönliche Präsenz.

Warum Menschen dir vertrauen

Vertrauen entsteht nicht durch Fehlerfreiheit. Mitarbeitende vertrauen einer neuen Führungskraft, wenn sie echt, reflektiert und innerlich klar auftritt – gerade bei Unsicherheit. Entscheidend ist, wie du reagierst, wenn es eng wird: Behältst du die Ruhe – oder verlierst du die Fassung?

Als Faustregel speist sich Vertrauen aus drei Quellen: Verlässlichkeit, Integrität und Kompetenz. An diesen drei wirst du in den ersten Wochen gemessen – oft, ohne dass es jemand ausspricht.

Praxis & Umsetzung

Deine Übung für diese Woche

★

Dein Führungs-Leitsatz

Schreib deinen eigenen Satz. Er darf ruhig emotional und kraftvoll sein – je echter, desto besser.

„Ich möchte eine Führungskraft sein, die …“
✓ Gespeichert

z. B.: … anderen zuhört, bevor sie antwortet · … mit gutem Beispiel vorangeht, auch wenn es anstrengend wird · … für Klarheit, Mut und Miteinander steht.

Du kommst nicht ins Schreiben? Der Wertefinder ↗ sortiert deine wichtigsten Werte und schlägt dir daraus Satzvarianten vor. Nimm sie als Rohmaterial – dein Satz muss von dir klingen, nicht vom Werkzeug.

Und dann – eine Woche lang:

Weiter geht's auf Seite 1.1 b: deine Erwartungen – und die „von oben“ – bewusst abgleichen und dich aufs Gespräch mit deiner Führung vorbereiten.

Warum ist das wichtig?

Weil niemand anders deine Rolle für dich ausfüllt

Wenn du nicht aktiv in dich selbst führst, übernimmt das Umfeld, das Chaos – oder deine alten Muster. Indem du bewusst in deine Rolle hineinwächst, gibst du deinem Team die Sicherheit, dass da jemand ist, der den Kurs kennt – und mit Haltung vorangeht.

Selbstcheck

Hast du's verankert?

Vier kurze Fragen. Klick auf deine Antwort – du bekommst sofort die Auflösung.

Das nimmst du mit
„Führung ist keine Beförderung – es ist ein neuer Beruf mit neuen Spielregeln. Es geht nicht mehr darum, das Beste aus mir herauszuholen, sondern das Beste aus dem Team. Ich darf lernen, anstatt alles wissen zu müssen.“
Deine Umsetzungsaufgabe

Drei Schritte für diese Woche

  1. Formuliere deinen Leitsatz (oben) und häng ihn sichtbar auf – dort, wo du ihn jeden Morgen siehst.
  2. Lies ihn eine Woche lang jeden Morgen laut – und beobachte, was sich in deinem Auftreten verändert.
  3. Starte dein Reflexionsjournal. Ein Eintrag pro Tag – drei Sätze reichen.

Weiter zu Seite 1.1 b – Erwartungen klären →